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Familiensystem

Männer und die Rolle der Macht in der Familie

Macht ist etwas Tolles

Wer Macht hat der ist in der Hierarchie ziemlich weit nach oben gekommen.

Wer Macht hat, hat sicher auch etwas dafür getan.

Wie siehst du das? Was bedeutet Macht für dich? Hast du eher schlechte oder eher gute Gefühle zu dem Wort?

Ein klassisches Problem ist es, dass du  an der Arbeit eher eine Rolle hast, in der du  Macht ausüben kannst. Macht über andere, Macht über Kunden/Lieferanten, Macht über Abläufe. Dann kommst du nach Hause, bist gedanklich noch voll in deiner Rolle und plötzlich fliegt dir alles um die Ohren. Die Frau ist sauer, die Kinder brüllen, bocken, machen grundsätzlich nicht was sie sollen und der gemeinsame Abend ist sehr vorbelastet.

Wie konnte das nur passieren fragst du dich? Du wolltest doch helfen. Hast deiner Frau zugehört und ihr auch praktische Tipps zur Lösung ihres Problems gegeben, den Kindern hast du ganz klar deine Grenzen aufgezeigt und gesagt, dass du das so nicht möchtest – kurzum es ist völlig unverständlich für dich, warum jetzt hier keine Harmonie und mehr noch Stimmung der Dankbarkeit und Wertschätzung herrscht.

Wertschätzung. Vielleicht ist das ein guter Punkt. Du bist aus dem System der Arbeitswelt in das System deiner Familie gekommen – hast deine Rolle aber nicht geändert, hast deinen Blickwinkel nicht geändert. Zu Hause – das ist die andere Welt in der der Papa, der Ehemann, die echte, pure – verletzliche Persönlichkeit gebraucht wird, kein „Familienmanager“.

Vielleicht wollte deine Frau gar keine Lösung für ihr Problem und deine Kinder auch gar keine klaren Ansagen – vielleicht wollten sie erstmal nur gesehen werden. Als Mensch. Als vollständiges Mitglied der Gemeinschaft. Doch du als Person warst mit deinem Kopf und deinem Herzen nicht ganz da.Hast es nicht geschafft dich Ihrer Welt zu öffnen.

Frauen und ganz besonders Kinder sind die besten Seismographen für alles was wir selbst nicht bewusst wahrnehmen. Sie fühlen, leben, spüren Dich mit all deinen Emotionen – auch denen, die Du selbst heute unterdrückt hast, auch unbewusst, etwa durch deine eigene Erziehung. – „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ – aber er ist da, für deine Familie spürbar, er ruft Gegenreaktionen hervor.

Lass die Macht raus aus der Familie. Hier wird sie nicht gebraucht. Hier wirst DU gebraucht als echter, verletzlicher, angreifbarer, herzlicher Mensch. Eben, deine wahre Persönlichkeit.

Und wenn du nun sagst, es muss doch einen geben der die Richtung vorgibt, dann kann ich nur sagen: Ja, das stimmt, aber das findet sich von ganz alleine im Zusammenspiel, sobald du echt bist. Sobald Du bei dir bist, Du deine ureigenen Gefühle kennst, Sie und andere spürst – dann erkennst Du Sie, deine Familie.

Wie das aussieht fragst du dich? Auch hier gibt es tausend Unterschiedliche Facetten. Manchmal kommen einem die Lösungsideen, sobald man die echten Bedürfnisse der Kinder sieht – wenn man nicht mehr sagt: „Iss jetzt mit dem Besteck, ich will das so.“ Sondern vielleicht: „Ich weiß, dass du es liebst zu Matschen, zu fühlen und mit den Händen zu essen. Doch ich möchte, dass du es übst mit Besteck zu essen. Matschen kannst du zum Beispiel in der Dusche oder im Sandkasten.

Das ist nur ein Beispiel, doch es zeigt, dass es darum geht das Kind zu sehen, ernst zu nehmen, Alternativen und Kompromisse zu finden.

Ich wünsche dir viele gute Erkenntnisse und Begegnungen auf der Reise zu dir selbst und stehe dir gerne zur Seite, wenn du mal zu weit vom Weg abgekommen bist oder vielleicht einfach eine Abkürzung kennen lernen möchtest.

Alles Liebe                                                                                                                                                                                                                 Christina

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Beitragsbild: m.mphoto/shutterstock.com

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